Pilzland Essleben

Im Jahre 2017 sprach uns ein Architekturbüro, mit dem wir bei früheren Objekten schon zusammengearbeitet haben, an, ob wir an einem großen Hallenneubau über ca. 10.000 m2, für den jedoch nur eine Gesamtbauzeit von 5 Monaten schlüsselfertig zur Verfügung stand, mitwirken wollen bzw. ein Angebot erstellen möchten. Vorab erhielten wir dazu ein paar Ausführungspläne im Stand eines Vorabzuges.

Schon bei der ersten Durchsicht erkannten wir, dass auf Grund der angedachten Bauweise, der Ausführungstermin aus technischen und witterungsbedingten Gründen nicht einzuhalten war.

Das bauseits bereits hergestellte Baufeld, das mit einer Bodenverbesserung mit einer Dicke von ca. 50 cm verfestigt wurde um es befahrbar zu machen, sollte mit Einzelfundamenten, unter denen wiederum ein Bodenaustausch mit Lastausbreitungswinkel 45 Grad erfolgen sollte, wie ein Schweizer Käse mit großen trichterförmigen Löchern zerstört werden.

Des Weiteren sollte eine 80 m lange Brandwand in rein konventioneller Bauweise, mit Ortbetonfundamenten, -stützen,- riegel, -unterzügen und vor Ort hergestellten Ausfachungsmauerwerk erstellt werden.

Die Baustelle sollte zudem im Oktober, zu Beginn der schlechten Jahreszeit, begonnen werden. Wir nahmen daraufhin Kontakt mit dem Planungsbüro auf und baten um einen Termin, um Verbesserungsvorschläge hinsichtlich Bauzeit, Konstruktion, Kosten und damit auch verbundener Bauzeiteinsparung unterbreiten zu dürfen.

Nach zwei Gesprächen entschied sich die Bauherrschaft die Konstruktion komplett zu prüfen, die bereits fertiggestellte und sich im Prüfungsstadium befindliche Statik komplett zu überarbeiten, die vorhandenen Gründungs- und Fundamentpläne wegzuwerfen und den Vorschlägen der Firma Siegler-Bau zu folgen.

Der Bodenaustausch und damit verbundene aufwendige Erdarbeiten konnten nach Anpassung der Fundamentgrößen komplett entfallen, die vorhandene Bodenbefestigung wurde als „verlorene Schalung“ genutzt.

Die 80 m lange Brandwand wurde als komplette Fertigteilkonstruktion eingeplant, werksmäßig gefertigt und konnte daher in nur 7 Arbeitstagen errichtet werden. Durch diese umfassende und grundlegende Änderung der Bauweise und des damit verbundenen Zeitbedarfs, konnte die Baustelle zwar erst 3 Wochen später als geplant beginnen, die Bauzeit verkürzte sich jedoch dermaßen, dass der ursprünglich geplante Termin, der mit der ursprünglich angedachten Konstruktion niemals zu halten gewesen wäre, realisiert werden konnte. Des Weiteren konnte durch die deutliche Verringerung der Erdarbeiten, auch in der schlechten Jahreszeit, durchgängig und weitestgehend witterungsunempfindlich gearbeitet werden.
Als weiteren Sondervorschlag der Firma Siegler-Bau wurde dann die gesamte Bodenplatte auf Grund eines durch die Firma Siegler-Bau neu erarbeiteten Aufbaus, komplett ohne Bewehrung erstellt, was zu einer weiteren Bauzeitersparnis und zudem erheblicher Kostenvergünstigung führte.

Dies stellt die bevorzugte Arbeitsweise der Firma Siegler-Bau dar. Durch die langjährige Erfahrung, auch bei schwierigen Bauvorhaben, sind wir in der Lage, Bauherren und Ing.-Büros intensiv im Hinblick auf Sonderlösungen, die Zeit und Geld einsparen, zu beraten.